Bezüglich Verbesserung der Haltbarkeit der Griffe durch Versiegelung oder z.B. Verwendung stabileren Griffmaterials stimme ich zu. "Zerquetschte" oder eingedrückte Griffschalen durch Kollegen und Kolleginnen mit kräftigem Handedruck habe ich schon häufiger gesehen und braucht kein Mensch. Stabilere Griffe wären sicherlich willkommen und eine Aufwertung des Qualitätslevels. Andererseits lassen sich defekte Griffschalen auch austauschen, was wiederum ja auch einige Euronen in die Kasse bringt. Top wäre es, wenn auf die Griffe beim Neukauf eine befristete Garantie gegeben würde - normale Nutzung und Verschleiß vorausgesetzt. Das wäre ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Herstellern - nur haben die diese Probleme wohl kaum. Macht aber nichts und könnte dennoch offensiv kommuniziert werden.
Was ich als etwas problematischer betrachte, ist die Einfärbung des Griffs und eine Veränderung des Griffdesigns. Dies sehe ich aber eher aus der Perspektive des Marketings. Mögen die aktuellen Griffe optisch und von der Haltbarkeit auch kein Leckerbissen sein, so hat sich dieses schlichte und typische Design für Re-Impact-Hölzer doch eingeprägt. Der Wiedererkennungswert ist gegeben und man sieht direkt, wer Re-Impact spielt. Natürlich spielen da Form und Holzdicke bei einigen Modellen auch eine Rolle. Es stellt sich die Frage, ob der breite Kundenkreis, der sich ja oft im "Ü-Alter" befindet, eine aufgepeppte Variante überhaupt möchte oder sich diese "naturbelassene Schlichtheit", der Re-Impact-Produkte gerade wünscht.
Optische Veränderungen sollten in jedem Fall vorbereitet werden und nur schrittweise erfolgen. Das ist wie bei der neuen Brille eines Politikers.

Wichtig ist, dass dies auch auf der Homepage oder Foren entsprechend kommuniziert wird. So wie z.B. TSP nun eine Black Balsa-Reihe anbietet, könnte die Markteinführung einer neuen Baureihe oder eines neuen Modells auch mit einer farblichen Änderung verbunden werden. Dann sollte aber das gesamte Design, inkl. Schlägerblatt, angepasst werden und stimmig sein. Zu bedenken wäre aber zuvor, ob eine Einfärbung zu einer Veränderung der Spieleigenschaften (Anschlaghärte, Temposteigerung) führen würde. Das müssen aber die Techniker entscheiden. Bei neuen Produkten "ist es dann einfach so", bei einer Modifizierung bestehender Baureihen sollte man Vorsicht walten lassen und sicher sein, dass die verwendeten Farben / Lacke / Grundierungen die Charakteristik des Holzes nicht entscheidend verändern. Das bezieht sich nicht alleine auf den Griff, der unkritisch ist, sondern auf das Design der Hölzer insgesamt.
Die Marke "Re-Impact" ist von der Assoziation her kein "Pop-Art-Produkt". Doch auch "edle Schlichtheit" hat seinen Reiz und die Griffe der Hölzer von Dr. Neubauer zeigen, dass es auch alleine durch andersfarbige Griffe und ohne sonstigen Schnickschnack a la Andro anders geht. Re-Impact sollten keinesfalls zu "Kinderhölzern" mutieren, sondern dazu stehen, ein exklusives Produkt für "gestandene Erwachsene" zu sein. Reifes Alter und modernes Design schließen sich nicht aus, doch man sollte bei der Designentwicklung auch an die Zielgruppe denken. Mag sein, dass der Geschmack im Ausland anders als in Deutschland ist. Warum also nicht z.B. eine Australia-Version oder Japan-Version kreieren? Einfach mal ein Holz als Demo designen, Produktfotos machen und in den Auslandsforen einstellen. Dann die Resonanz abwarten. Kommt was - fein, kommt nix - Idee einstampfen.
Ein weiterer Aspekt sind die Mehrkosten für (individuelles) Design. Ob dies auf Kunden umzulegen ist, müsste kalkuliert werden. Angesichts der Preise von BTY und Spezialanbietern aus Übersee, sollte das bei einzelnen Kunden bei Sonderanfertigungen nicht ausgeschlossen werden. Die breite Masse dürfte aber kaum bereit sein, mehr als den bisherigen Preis zu bezahlen. Re-Impact bewegt sich halt im Hochpreissegment - auch wenn die Hölzer gegenüber den neuesten BTY-Hölzern und der Japan-Serie fast schon "Schnäppchen" sind.
So könnte man das Griffproblem in den "Griff" bekommen und die Marke insgesamt aufwerten.